Microsoft Advertising Elite Partner Agenturtipp Siegel
Zum Inhalt springen

Probleme bei paginierten Seiten

Paginierung ist eine bewährte Methode, um umfangreiche Inhalte – etwa in Online-Shops oder Blogs – übersichtlich darzustellen. Doch aus SEO-Sicht birgt sie zahlreiche Herausforderungen. Suchmaschinen können Schwierigkeiten haben, alle Seiten einer Paginierung korrekt zu indexieren, was zu Duplicate Content, ineffizientem Crawling und Ranking-Problemen führen kann.

Paginierung – Was ist das?

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ein Online Shop verfügt über viele Produktkategorien mit einer großen Anzahl verschiedener Produkte innerhalb dieser Kategorien. Um die Darstellung der Produkte benutzerfreundlicher zu gestalten, werden diese in einzelne Kategorieübersichtsseiten mit z.b. je 30 Artikel aufgeteilt. Dieser Vorgang wird als „Paginierung“ bezeichnet. Paginierung bedeutet also die Verteilung z.B. einer Kategorieseite auf mehrere URLs (Seiten) mit der Option vor- und zurück zu blättern.

Aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit kann dies bei einer sehr hohen Produktanzahl nicht ganz optimal sein, weshalb immer mehr Online Shops sich für das „Infinite Scrolling“ entscheiden. Der Unterschied zum „klassischen“ Seitenwechsel ist, dass die verschiedenen Ebenen der „Kategorieseiten“ beim Scrollen automatisch nachgeladen werden. Die URL verändert sich dabei dynamisch.

Was ist „Infinite Scrolling“?

Wie bereits im oberen Teil erwähnt, ist die Benutzerfreundlichkeit (User Experience) bei der klassischen Paginierung nicht sehr optimal. Mit der intelligenteren Lösung können Sie ohne großen Aufwand die User Experience steigern und Ihren Online-Shop attraktiver gestalten. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie sich nicht mehr an Schwellenwerte (z.B. maximal 30 Artikel pro Seite) halten müssen.

Das Ergebnis ist also, dass Kategorieseiten mit mehr als 30 Produkten ohne Berücksichtigung der Schwellenwerte automatisch auf Seite 1 nachgeladen werden und somit wie eine einzelne Kategorieseite dargestellt werden. Der Kunde muss nicht mehr die Kategorieseite „durchblättern“ um mehr als 30 Produkte angezeigt zu bekommen. Zur Implementierung dieser Funktion wenden Sie sich einfach an Ihren Webmaster.

Welche Probleme entstehen bei paginierten Seiten?

Indexierungsprobleme & ineffiziente Nutzung des Crawl-Budgets

Google crawlt nicht unbegrenzt jede einzelne Seite einer Website. Wenn paginierte Seiten nicht optimal strukturiert sind, kann es passieren, dass Google nicht alle wichtigen Inhalte erfasst. Besonders tief verschachtelte paginierte Seiten laufen Gefahr, von Google übersehen zu werden.

Da Google seit 2019 rel=„next“ & rel=„prev“ für das Crawling nicht mehr verwendet, müssen alternative Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass alle relevanten Seiten gecrawlt und indexiert werden.

Lösung:

  • Starke interne Verlinkung setzen, sodass auch tiefere paginierte Seiten leicht zugänglich bleiben.
  • Wichtige Inhalte bereits auf den ersten Seiten präsentieren, da spätere Seiten weniger gecrawlt werden.

Duplicate Content & Ranking-Probleme

Paginierte Seiten enthalten oft ähnliche Inhalte, z. B. eine Produktliste mit nur leicht veränderter Reihenfolge. Dies kann zu Duplicate Content-Problemen führen, wenn Google mehrere Seiten als identisch betrachtet.

Lösung:

  • Canonical-Tags korrekt einsetzen: Falls eine „View-All“-Seite existiert, sollte jede paginierte Seite mit einem Canonical-Tag auf diese Hauptseite verweisen.
  • Individuelle Title- und Meta-Beschreibungen für jede paginierte Seite erstellen, um sie voneinander abzugrenzen.

Mobile-First Indexing & Core Web Vitals

Viele Websites optimieren Paginierung für Desktop, vernachlässigen jedoch die mobile Darstellung. Google verwendet jedoch Mobile-First Indexing, weshalb paginierte Seiten auch auf Smartphones gut funktionieren müssen.

Zusätzlich beeinflussen lange Ladezeiten und schlechte Core Web Vitals die SEO-Performance negativ. Wenn paginierte Seiten langsam laden oder sich Layouts während des Ladens verschieben, kann dies zu schlechteren Rankings führen.

Lösung:

  • Lazy Loading für Bilder und Inhalte implementieren, damit Seiten schneller geladen werden.
  • WebP-Format für Bilder verwenden, um Ladezeiten zu reduzieren.
  • Nutzerfreundliche Navigation auf Mobilgeräten sicherstellen, z. B. durch größere Buttons und Touch-freundliche Menüs.

SEO-Strategien zur Optimierung paginierter Seiten

Da rel=„next“ & rel=„prev“ nicht mehr von Google genutzt wird, müssen moderne Alternativen eingesetzt werden, um paginierte Inhalte optimal zu indexieren.

Klare interne Verlinkung nutzen
Jede paginierte Seite sollte mit der vorherigen und der nächsten Seite verknüpft sein.
Die erste Seite einer Kategorie sollte Links zu mehreren paginierten Seiten enthalten, um Google deren Relevanz zu signalisieren.
View-All-Seite als Hauptseite bereitstellen
Falls eine „View-All“-Seite existiert, sollten alle paginierten Seiten ein Canonical-Tag auf diese Hauptseite setzen.
Wichtig: Die „View-All“-Seite muss schnell laden und die Inhalte sinnvoll strukturieren, damit sie eine echte Alternative darstellt.
Load More-Button statt Infinite Scrolling nutzen
Ein „Load More“-Button kombiniert die Vorteile von Paginierung und Infinite Scrolling.
Jede geladene Ansicht erhält eine eigene URL, die Suchmaschinen indexieren können.
Strukturierte Daten für Breadcrumbs & Produktlisten einsetzen
Die Nutzung von Schema.org-Markup kann Google helfen, paginierte Inhalte besser zu verstehen.
Besonders für Online-Shops sind strukturierte Daten für Produktlisten und Breadcrumbs hilfreich, um eine optimale Darstellung in den Suchergebnissen zu erreichen.

Fazit - Paginierte Seiten richtig optimieren

Paginierte Inhalte stellen eine SEO-Herausforderung dar, doch mit der richtigen Umsetzung lassen sich die meisten Probleme vermeiden. Wer eine klare interne Verlinkung, Canonical-Tags und strukturierte Daten nutzt, sorgt dafür, dass Google alle wichtigen Inhalte crawlt und indexiert.

Da Google die rel=„next“ & rel=„prev“-Attribute nicht mehr berücksichtigt, sollten Webseitenbetreiber alternative Lösungen implementieren. Ein „Load More“-Button mit indexierbaren URLs oder eine View-All-Seite kann eine gute Lösung sein, um SEO- und UX-Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen.

Wer sicherstellen möchte, dass seine paginierten Seiten optimal indexiert werden, sollte regelmäßig SEO-Tools wie die Google Search Console nutzen oder eine professionelle SEO-Analyse durchführen lassen. 

Ihr Ansprechpartner für SEO & SEA

Beyond Media hilft Ihnen dabei, sich von der Konkurrenz abzuheben und bringt Ihre Website mit den richtigen SEO- & SEA-Maßnahmen nach vorne. Gewinnen Sie mit unserer Hilfe und unserer Expertise neue Kunden und sichern Sie sich und Ihrem Unternehmen langfristige und nachhaltige Erfolge mit einem starken digitalen Auftritt!

Weitere Artikel

    Jetzt unverbindlich anfragen!

    Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an info(at)beyond-media.de widerrufen.

    Für SEO & SEA

    Ihr Ansprechpartner

    Beyond Media hilft Ihnen dabei, sich von der Konkurrenz abzuheben und bringt Ihre Website mit den richtigen SEO- & SEA-Maßnahmen nach vorne. Gewinnen Sie mit unserer Hilfe und unserer Expertise neue Kunden und sichern Sie sich und Ihrem Unternehmen langfristige und nachhaltige Erfolge mit einem starken digitalen Auftritt!